Sideorders: Wo's bruncht

Stadtleben | aus FALTER 44/99 vom 03.11.1999

In Wien sagt man zum späten Sonntagsfrühstück "Brantsch" und meint damit, in möglichst kurzer Zeit beim Buffet möglichst viel rosafarbenes Eiweiß einzuschieben: Lachs, Shrimps und Schinken sind immer als Erstes weg, sogar ein Standard soll schon mal von einem hungrigen Pauschal-Frühstücker aufgefressen worden sein. Es gibt aber auch ein paar einigermaßen authentische Brunchs in Wien, bei denen dem Spaß des genüsslichen Vormittagsfraßes so gehuldigt wird, wie es sich sein Erfinder, Jeff Brunch, vorgestellt hat: Frank's, 1., Laurenzerberg 2, Tel. 533 78 05, Brunch: So 10.30-14.30 Uhr.

Da Klaus Piber längere Zeit in Amerika tätig war und sich dort intensiv der Erforschung des New Yorker Brunches widmete, ist der Frank's-Brunch wahrscheinlich der wahrhaftigste der Stadt. Abgesehen von einem reichlichen Programm an allen erdenklichen Cereals sind es vor allem die sensationellen Eierspeisen (Eggs Benedictine, Eggs "Frank's"), die begeistern. Auf Publikumswunsch kamen auch Steak und Pizza dazu.

Bayou, 2., Leopoldg. 51, Tel.214 77 52, Brunch: So 11-24 Uhr.

Im Bayou dauert der Brunch so lange, wie es lustig ist, erklärt Erich Dirnwöber, und lustig ist es vor allem deshalb, weil nicht selten Livemusik mit Akkordeon und Waschrumpel gegeben wird. Außerdem ein warmes Buffet mit würzigen Köstlichkeiten weit jenseits der herkömmlichen Frühstücksbuffet-Ödesse.

Hansen, 1., Wipplingerstr. 34, Tel. 532 05 42, Mo-Fr 9-20, Sa 9-17 Uhr.

Wiens einzige Brunch-Gelegenheit, die am Sonntag nicht geöffnet hat. Das ist zwar blöd, das Frühstück im Hansen ist aber dennoch eine ganz, ganz feine Angelegenheit: Waffeln, Scrambled Eggs, Bacon und Caffe Latte fast wie in Des Moines.


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