Tier der Woche: Gott ist Kot

Stadtleben | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 44/99 vom 03.11.1999

Schreib doch zu Allerheiligen über ein heiliges Tier, wurde mir redaktionsseitig zugeraunt. Ein guter Anlass, Zoologie mit Metaphysik zu verbinden und elementare Betrachtungen über das Leben anzustellen.

Haben Sie sich eigentlich schon einmal gefragt, warum in den Medien so viel über Nahrungsaufnahme, aber so wenig über den umgekehrten Vorgang berichtet wird? Jeder TV-Sender hat seine Kochecke, keine Zeitung ist ohne Gastronomiekolumne, und Buchtitel, die sich wie warme Semmeln verkaufen, sind meistens Kochbücher. Doch niemand - ausgenommen Phreund Fettberg und die "Kampf dem Hundekot"-Fraktion - berichtet über den purgierenden Prozess des Entleerens der Gedärme. "Darüber gibts auch nichts zu sagen, Sie Ferkel", kann das einfache österreichische Volk jetzt einwerfen.

Aber als nicht einfaches Falter-Leservolk steht Ihnen durchaus eine differenziertere Position zu, die auch die globale Dimension der Stoffströme berücksichtigt. Gäbe es keine koprophagen, also kotfressenden Tiere,


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