Billig. Billiger. Billa.

Kommentar Ist der Billa-Patriotismus im Kontext des von der FP geschürten Fremdenhasses noch Werbung oder schon Propaganda?

Vorwort | Lydia Mischkulnig | aus FALTER 45/99 vom 10.11.1999

Schon mal Werbung im Fernsehen genauer betrachtet? Billa-Werbung speziell? Sie verändert sich alle paar Wochen. Im Wahloktober hatte Österreich Vorrang bei Billa. Österreichische Produkte für Österreicher wurden feilgeboten, und man sollte sie extra gern kaufen, um österreichische Arbeitsplätze für Österreicher zu erhalten. Österreichische Produkte aus Österreich für Österreicher aus Österreich von Österreichern aus Österreich.

Im Kontext der F-Wahlplakate und der politischen Ambitionen des Billa-Generaldirektors mutete die Werbeparole "Vorrang für Österreich" seltsam an. Natürlich ist es sinnvoll, österreichische Produkte zu kaufen, sofern sie nicht BSE-, dioxin- oder gar blausäureverseucht sind. Natürlich unterstützt man gern die österreichischen Bauern und Fleischer, damit sie nicht, unter Preisdruck gesetzt, von Supermarktketten erwürgt werden. Natürlich erhält man durch den Einkauf in Geschäften die Arbeitsplätze der Verkäufer. Das sind schon irgendwie


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige