Zehn Minuten träumen

Multiplex In der Donaustadt eröffnete das bisher größte Multiplex-Center Wiens. Der "Falter" begleitete einen kompetenten Tester in die neue Erlebniswelt.

Politik | Gerald John | aus FALTER 45/99 vom 10.11.1999

Aus dem Inneren des Saloons "Indiana Dreams" dringt lauter Hillybilly-Sound. Ein graumelierter Mann mit breitkrempigem Hut und Fransenjacke stößt kräftig die Schwingtüre auf. Zielstrebig poltert er mit seinen Cowboyboots über den Holzboden, rüber zur Bar. An seinem Gürtel baumelt ein Colt. Klondike, anno 1870? Weit gefehlt: Kagran 1999. Wobei ein Vergleich mit dem Goldrausch nicht ganz von der Hand zu weisen ist: Am Tag der Eröffnung des bisher größten Wiener Multiplex in der Donaustadt stürmte das Volk den mächtigen Kasten, als ob die Betreiber Nuggets verschenken würden.

Multiplexe sind im Wesentlichen riesige Kino-Center, ergänzt mit Gastronomie, Shops und anderen Erlebniseinrichtungen. Im Fall des neuen "Donauplex" gegenüber der U1-Station Kagran handelt es sich um 13 Kinosäle mit 3400 Sitzen. Dazu gibt es zwei Spielhallen, eine Riesendisco und 17 Bars mit Highlights wie einem Plastik-Rainforest-Cafe, einem Sushi-Fließband oder eben dem hölzernen Saloon mit angeschlossenem


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