Gasen zum Gasometer

Verkehrspolitik Der Sparkurs der Gemeinde Wien hat seine Grenzen. Die Förderung einer neuen Parkgarage läßt sich das Rathaus 127 Millionen Schilling - mehr als das Zehnfache des Radverkehrsbudgets - kosten.

Politik | Gerald John | aus FALTER 45/99 vom 10.11.1999

Parken in der neuen Park & Ride-Anlage (P&R) bei den Gasometern in Erdberg wird ein billiges Vergnügen sein. Ein teures aber auch, je nach dem, wie man es sieht. Billig wird den Autofahrern der Tagestarif von 35 Schilling vorkommen - und zwar deshalb, weil die Errichtung der Parkgarage für knapp 1200 Stellplätze der Allgemeinheit ziemlich teuer kommt: 63,5 Prozent der Baukosten, unterm Strich 127 Millionen Schilling, schießt die Gemeinde der Errichtungsfirma Apcoa zu.

"127 Millionen aus öffentlichen Geldern sind eine obszön hohe Summe", schäumt Christoph Chorherr, Grüner Klubobmann im Rathaus, und verweist auf Bereiche, bei denen den Stadtpolitikern das Geldbörsel nicht so locker sitzt: "Der Zuschuss ist über zehnmal so hoch wie das gesamte jährliche Wiener Radverkehrsbudget."

Zudem stellt Chorherr die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Projektes. Zwar wird rund um die Gasometer ein neues Stadtzentrum mit Shopping-Mall und Multiplex - die beiden Errichtungsgesellschaften sind Partner


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