Presseschau

Medien | Andrea Dusl | aus FALTER 45/99 vom 10.11.1999

Die Neue Kronen Zeitung und das mit ihrer Exekutive beauftragte Österreich konnte aufatmen: "Omofuma ist nicht erstickt." In 29 Millimeter hohen, dicken, satten Lettern - eine Zeile zufällig etwa so breit und so lang wie gängiges Paketklebeband - konnten wir das letzten Samstag schwarz auf Weiß auf dem Titelblatt der Ausgabe 14.183 lesen. Marcus Omofuma ist nicht erstickt. Lebt er etwa noch? Geht es ihm gut? Keineswegs. Marcus Omofuma ist nur nicht erstickt. "Das Verkleben des Mundes, das im Brennpunkt der Kritik stand, spielte keine Rolle." Ein "Gerichtsgutachten" jedenfalls "entlastet Polizisten". Wie glückliche Polizisten aussehen, zeigt uns die Krone auf dem selben Cover. Vor herbstlich gelber Blätterkrone und "stolz - trotz verletzter Pfote" (fachmännisch mit drei Streifen beigen Klebebandes verbunden) "präsentiert sich Polizeihund ,Marco' aus Wien mit ,Frauerl' Sonja E. und ,Herrl' Wolfgang. S.". Die Wunde hat er sich zugezogen, als er in Mariahilf einen Einbrecher schnappte, der sich im Luftschacht (sic!) versteckt hatte." Schäferhund Marco hat sich "bei Einbrecherjagd Pfote verletzt". Auch ein Schicksal.


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