Fernsehen

Medien | Sigrid Neudecker | aus FALTER 45/99 vom 10.11.1999

Zuerst die gute Nachricht: Das Aquarium in der "Barbara-Karlich-Show" ist nett.

Die schlechte Nachricht: Es sitzen immer Leute davor.

Die gute Nachricht: An Wochentagen um 16 Uhr sitze ich nur im Krankheitsfall vor dem Fernseher. (Was passieren würde, wenn ich dann auch noch Talkshow schauen würde, möchte ich nicht wissen.)

Die schlechte: Ich verstehe noch immer nicht, wieso mich Meinungen, die mir schon von deutschen Hausmeistern Wurscht sind, plötzlich interessieren sollen, nur weil sie jetzt die von österreichischen Hausmeistern sind.

Gut: Es gibt was zu lachen. Karlich begrüßt eine Talkgästin aus "Assyrien", die mit 12 von zu Hause weggelaufen war. Karlich: "Und wohin bist du dann gelaufen?" Zu den Sumerern vermutlich.

Schlecht: Sobald die Gäste endlich zu streiten beginnen (was ja wohl Sinn der Sendung ist), presst Karlich den nächsten Talker rein.

Gut: Österreichs Shows sind die einzigen, in denen dem guten alten Brauch des Trampelns noch exzessiv gepflogen wird.

Und dass Anrufer auch noch mit "max. S 14,88 pro Minute" geschröpft werden, passt dann ohnehin.


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