Kommentar: Künstler sind auch bloß Menschen!

Vitus H.Weh | Kultur | aus FALTER 45/99 vom 10.11.1999

Nach dem Wahlergebnis vom 3. Oktober gilt es, aus der privaten Lethargie aufzuwachen und Strategien gegen die zunehmende Fremdenfeindlichkeit und Entpolitisierung zu entwickeln. Dazu sind alle aufgerufen: die Bediensteten der MA 48 genauso wie die Psychotherapeuten, die Journalisten wie die Künstler.

Während aber die Journalisten, Psychotherapeuten und 48er noch die Köpfe zusammenstecken, wurde in der Kunstszene bereits eine entsprechende Initiative ins Leben gerufen. Sie nennt sich "get to attack!" und bereitet ihre Aktionen für den 11.11. vor - den Tag vor der großen Demo auf dem Stock-im-Eisen-Platz, die von der Demokratischen Offensive unter das Motto "Keine Koalition mit dem Rassismus" gestellt wurde. Mit Plakaten, Inseraten und Veranstaltungen will "get to attack" diverse Kunstinstitutionen dazu benutzen, um zu mobilisieren.

Kunst macht Politik? Da macht sich schnell Skepsis breit. Schnell ist auch in der Redaktionssitzung die Vermutung geäußert, es handle sich doch wohl wieder

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige