Welt im Zitat

Kultur | aus FALTER 45/99 vom 10.11.1999

Rein rechnerische Unmöglichkeit Nach den ersten zehn Läufern ein fast gewohntes Bild: vier Österreicher unter den ersten drei.

Kommentierte Robert Seeger den Herren-Riesentorlauf, um sich kurz drauf zu korrigieren: Das ist natürlich rechnerisch nicht möglich.

Es war die Woche des Robert Seeger. Denn beim Spiel von Sturm Graz gegen Manchester United beschrieb er einen Kicker wie folgt: Der Mann hat gewissermaßen Hand und Fuß.

Ein Eintopf voller Ritter Der Dramatiker Tankred Dorst hat in seinem Merlin den großen Sagentopf frisch angerührt: Viel fettes Mythenkraut warf er Anfang der 80er Jahre in den Kessel hinein. Es war eine dicke, zähe, süße Brühe, die voll war mit König Artus und den Rittern der Tafelrunde und dem Magier Merlin, in der aber auch der Schnittlauch der "Zeitdiagnose" obenauf schwamm und aus deren Trübnis man die Binse der "Geschichtsphilosophie" herausziehen konnte.

Der Standard spart nicht mit Zutaten, bloß eines fehlt. Und siehe da: Beiler löst in Thomas Dreißigackers Bühnenschachtel den Suppenwürfel der Betrieblustigkeit ungeniert auf.

Klar und wahr Wichtig ist, dass Sie zu einer Untersuchung nüchtern erscheinen. Also, zum Frühstück nichts essen oder trinken.

Unser Wien lässt keine Fragen offen.

Geballt, geschnörkelt und gewölbt Strahler Hugh Grant ist der Haken, auf dem alle Plausibilität der geballten Lustigkeit hängt. (...) Aber ein noch so schön verschnörkelter Haken gibt noch keine tragende Konstruktion. James Caan als perfider Brautvater und seine ruppigen Spießgesellen wölben sich mit ihren Machenschaften zum soliden Handlungsgerüst.

Rudi "da wölbt sich doch was" John


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