Der Fluch der guten Tat

Film Mit der Neuverfilmung des DDR-Klassikers "Jakob der Lügner" wird die "Jüdische Filmwoche" eröffnet. Der Vergleich macht Sie sicher.

Politik | Michael Omasta | aus FALTER 45/99 vom 10.11.1999

Ein Ghetto, irgendwo in Polen, ist Schauplatz von "Jakob der Lügner", einer Geschichte, die der Autor Jurek Becker fürs ostdeutsche Fernsehen schrieb und anno 1969, nachdem man von der Verfilmung erstmal Abstand genommen hatte, als Roman veröffentlichte. Der prominente Regisseur Frank Beyer nahm sich fünf Jahre später dieses Stoffs an, adaptierte ihn für die große Leinwand und bescherte der DEFA damit ihren größten internationalen Prestigeerfolg: eine Oscar-Nominierung in der Kategorie "Bester ausländischer Film".

Eine Neuverfilmung ebendieses Buches, die französisch-amerikanische Koproduktion "Jakob the Liar" (Regie: Peter Kassovitz), steht - zusammen mit Beyers "Jakob der Lügner" - am Anfang der diesjährigen "Jüdischen Filmwoche" und diese wiederum unter dem Motto: "Jüdische Schicksale in Filmen Ost- und Zentraleuropas". 1974 spielte Vlastimil Brodsky die Rolle des vormaligen Kartoffelpufferbäckers Jakob Heym, der mit erfundenen Radionachrichten über das siegreiche Vorrücken


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige