Häuptling Kleiner Elch

Kabarett Nach drei Jahren Pause steht I Stangl wieder auf der Bühne. Aus einem rabiaten Clown ist das personifizierte schlechte Gewissen der Kabarettszene geworden.

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 45/99 vom 10.11.1999

Unlängst begab es sich, dass I Stangl von der Polizei aufgehalten wurde. Der Beamte will die Fahrzeugpapiere sehen, Stangl holt seinen zerknitterten Führerschein heraus, auf dem er sich kaum noch ähnlich schaut. Die Amtshandlung droht kostspielig zu werden. Da kommt ein älterer Polizist dazu, sieht sich den Führerschein an und erkennt darauf einen Kabarettisten, den er vor zehn Jahren einmal spielen gesehen hat. Er dürfte den Künstler in guter Erinnerung behalten haben: Stangl darf weiterfahren.

Die Anekdote zeigt zweierlei. Erstens: Kabarettisten haben bei Polizisten einen besseren Ruf, als man glaubt. Zweitens war es höchste Zeit, dass I Stangl wieder Kabarett spielt: Die Polizisten, die ihn noch kennen, erreichen langsam das Pensionsalter. Nach dreijähriger Pause ("Es hat mir einfach keinen Spaß mehr gemacht") ist es jetzt wieder so weit: "Männer sind bessere Indianer" heißt das neue Programm, in dem Stangl seit kurzem jeden Mittwoch gemeinsam mit seinem Freund und Koautor


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige