Lebende Brote

Puppentheater Britische Computeranimationen und indonesisches Schattenspiel, singendes Gemüse und andere Sensationen: Das Festival "Die Macht des Staunens" lässt nicht nur die Puppen tanzen.

Kultur | Petra Rathmanner | aus FALTER 45/99 vom 10.11.1999

Brokkoli und Gurken singen im Gemüseorchester. Roboter verwandeln sich in Menschen. Ein Stück Brot wird hingerichtet. Schatten verlieben sich ineinander. Marionetten ziehen in den Krieg: Am Theater sind die Puppen los.

Martina Winkel und Airan Berg, in der Formation ThEaTeR OhNe GrEnZeN selbst als Schattenspieler tätig, laden im Zweijahresrhythmus internationale und österreichische Puppenspieler ein. "Die Macht des Staunens", das einzige Festival dieser Art in Wien, findet heuer zum vierten Mal statt: Noch bis Sonntag steht das dietheater Künstlerhaus im Zeichen der Puppe.

"Alles ist bespielbar", sagt Martina Winkel. "Puppenspieler sehen die Objekte nicht, wie sie sind, sondern wie sie sein könnten. Im Puppentheater entwickeln Objekte ein Eigenleben und werden zu autonomen Bühnenfiguren." Airan Berg ergänzt: "Objekte haben Charakter." Er muss es wissen: In "Shadow Zone", einer freien Bearbeitung des Alkestis-Mythos, spielt ein Laib Brot eine entscheidende Rolle. Alkestis (Krisztina


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