Kunst kurz

Kultur | Vitus H.Weh | aus FALTER 45/99 vom 10.11.1999

Hotelmessen Eine Kunstmesse ist für Galerien meist mit erheblichen Kosten verbunden: Die Anreise und der Transport will bezahlt sein, das Übernachten im Hotel ist teuer, und dann kostet auch der Messestand selbst einen Haufen Geld. Zusätzliches Handicap: Für Galeristen sind Messen meistens furchtbar öd - trotz oder gerade wegen des vorbeiströmenden Publikums.

Mit den so genannten "Hotelmessen" gibt es jetzt aber eine billigere und für alle Beteiligten viel lustigere Alternative. Billiger sind sie, weil auf die eigentliche Messe verzichtet wird: Die Galerien reisen an, bleiben aber im Hotel. Und lustig wird es, weil alle im selben Hotel wohnen. Wohnen, Ausstellen und Besuchen sind dann eins. Man kann sich sogar denken, warum der Wiener Galerist Hubert Winter solche Veranstaltungen liebevoll auch "Schnackselmessen" nennt. In Kooperation mit Kurt Kleindienst vom Hotel Viennart will Winter solch eine Hotelmesse nun auch in Wien etablieren. Vom 18. bis 21. November werden 25 internationale Galerien kommen, darunter viele amerikanische. Vier Tage stellt ihnen das Hotel Viennart kostenlos Räume zur Verfügung. Besuchen kann man die Galerien ab 19. November von 14 bis 20 Uhr. Als Zeichen dafür, dass Gäste gerade willkommen sind, werden besondere Matten vor den entsprechenden Türen liegen.

museum in progress Der kommende Winter hat auch einiges für sich: In den Straßen tauchen wieder die Maronistände auf und an den Affichierungswänden Kunstplakate. Bereits neun Jahre währt nun schon die Kooperation von AUA, Gewista und dem auf Medienräume spezialisierten Kunstverein "museum in progress". Begonnen hat es mit monochromen Normplakaten von Gerwald Rockenschaub, die 1991/92 überall in der Stadt zu bunten Flächen kombiniert waren. Dieses Jahr ist der Auftrag an Markus Schinwald ergangen. Sein Sujet zeigt einen roten Vorhang und dahinter eine hellgrüne Bühne, auf der drei Figuren stehen. Plakatiert wird es an rund 3000 Stellen.


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