"Waren ja berühmte Leut!"

Little Woodstock Mit Led Zeppelin hat der Wiener Avantgarde-Jazzer Walter Malli bislang nichts zu tun gehabt. Bevor er einen Abend mit Musik der Band moderiert, hat er sich also eine CD gekauft.


Klaus Nüchtern
Stadtleben | aus FALTER 45/99 vom 10.11.1999

"Art is shit - entertainment is great", lautet ein Wahlspruch Walter Mallis, der seit Jahrzehnten ein Fixstern am Firmament der Wiener Jazz-Avantgarde ist und seinem Sopransaxophon Töne entlockt, die für viele Ohren wohl eher nach Kunst denn nach Unterhaltung klingen. Außerhalb der entsprechenden Zirkel bekannt geworden ist er durch seine Zusammenarbeit mit HipHop Finger und durch Peter Zachs Dokumentarfilm "Malli - artist in residence", der den aus Graz gebürtigen und im Schloss Schönbrunn arbeitenden Malli auch in seinen außermusikalischen Facetten zeigt - was sehr unterhaltsam sein kann.

Falter: Herr Malli, warum moderieren Sie ausgerechnet den Led-Zeppelin-Abend?

Walter Malli: Die einzige Musik im Angebot, die ich vom Spielen kenne, ist James Brown. Aber selbst den Soul habe ich eigentlich völlig verschlafen. Sinatra kenn ich, ist aber nicht mein Fall, und die Beach Boys sind für mich sowieso ein Brechmittel. Die Caterina Valente hätte mir vielleicht auch Spaß gemacht, denn

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