Tier der Woche: Gans lieb

Stadtleben | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 45/99 vom 10.11.1999

Gickgack, gickgack, gickgack Singen wir am Sankt-Martins-Tag Brentano Brothers, Des Knaben Wunderhorn - Alte deutsche Lieder Traditionellerweise geht diese Woche das landwirtschaftliche Arbeitsjahr zu Ende und die Arbeit bei künstlichem Licht, also meist in den Spinnstuben, beginnt. Dazu wird dem Beschützer der Herden, dem Heiligen Martin, ein Ernteopfer gebracht, vorzugsweise das älteste in Europa domestizierte Geflügel, nämlich eine Gans. Wie gesagt, traditionellerweise. Also lässt man heutzutage den ganzen Brauchtums-Tingeltangel beiseite und konzentriert sich auf das Wesentliche, das Verspeisen der Gänse. Letztes Jahr landeten zirka 280.000 Gänse in österreichischen Mägen, was - wie der Geflügelfachverband stolz verlauten ließ - eine Steigerung um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutete. Keine besonders patriotische Tat wohlgemerkt, denn 92 Prozent davon waren Ausländer, eingereist vor allem aus Frankreich, Israel und Ungarn.

Doch wer sich Gänsemuskeln


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