Haiders Schutztruppe

FPÖ "In der FPÖ hat es nie rechtsextreme Äußerungen gegeben", versicherten FPÖ-Honoratioren und gründeten die "Schutzgemeinschaft Freiheitlicher Wähler". Ihre Biografien offenbaren anderes.

Politik | Florian Klenk und Nina Weissensteiner | aus FALTER 46/99 vom 17.11.1999

Es reicht uns! Wir lassen unsere Wähler nicht mehr länger abwatschen!", donnert Holger Bauer, Ex-FPÖ-Abgeordneter und Sprecher der soeben gegründeten "Schutzgemeinschaft Freiheitlicher Wähler", in den Saal des Cafe Landtmann. Seit vergangenem Mittwoch können blaue Wähler bei der "Schutzgemeinschaft" um kostenlose Rechtsvertretung ansuchen, wenn sie wegen ihrer Gesinnung benachteiligt werden. "Dieses Geschwür werden wir ab sofort bekämpfen", drohte auch sein Sitznachbar, der FPÖ-Justizsprecher Harald Ofner. Jeder in der Republik könne bescheinigen, dass in der FPÖ keine "Nazis, Antisemiten, Ausländerfeinde oder Rassisten sitzen". Im gesamten Bereich der FPÖ hätte es nie antisemitische und rechtsextreme Äußerungen gegeben. Wer so etwas behauptet, werde künftig vor Gericht gestellt.

Zumindest einige der zumeist älteren Proponenten auf dem Podium hätten zu diesem Zeitpunkt erröten müssen.

Ex-Volksanwalt Helmut Jossek etwa. Bis Ende der Siebzigerjahre war Jossek "Alter Herr"


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