"Sie haben gelacht"

Omofuma In Kürze wird das Vorverfahren im Fall Omofuma abgeschlossen sein. Es brachte Widersprüche der Beamten ans Licht, zynische Erklärungen eines "Staranwaltes" und Einblicke in das Chaos der Fremdenpolizei. Nur eines bleibt unklar: Wieso sah ein ganzes Flugzeug zu, als ein Mensch zu Tode gequält wurde?

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 46/99 vom 17.11.1999

D er so genannte Staranwalt Farid Rifaat sitzt in einem weißen Ledersessel in seinem mondänen Büro und fühlt sich gut: "Das Verhalten der Polizisten", sagt der Vertreter der drei beschuldigten Fremdenpolizisten, "war maßhaltend. Nach dem Waffengebrauchsgesetz hätten sie strengere Maßnahmen setzen können. Die Beamten haben den Schubhäftling ja nicht einen Marathonlauf rund ums Flugzeug geschickt und ihm dann den Mund verklebt." Omofuma hätte sich durch sein Toben selbst in einen Zustand gebracht, den er aufgrund seines schwachen Herzens nicht überlebte (siehe Falter 45/99). Rifaat wörtlich: "Wenn man jeden Häftling da schon beim kleinsten Furz wieder ins Polizeigefangenenhaus zurückführt, wird der Staat vollzugsunfähig."

Der Akt 37 Vr 886/99 sieht für die Fremdenpolizisten Josef B., Alexander K. und Johann R. nicht so gut aus, wie ihr Anwalt den Medien verkaufen will. Rifaats Verteidigungslinie: Omofuma hätte beim Transport zum und im Flugzeug wild getobt und die Beamten


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