Auf der W@lz

Schule Im Herbst 2000 eröffnet in Wien eine ungewöhnliche Schule: Nach dem Vorbild mittelalterlicher Handwerksburschen sollen die Schüler auf der Walz ihre eigenen Erfahrungen fürs Leben sammeln.

Politik | Nina Weissensteiner | aus FALTER 46/99 vom 17.11.1999

Statt Lehrer werden sich "Mentoren" um die Schüler kümmern. Bei Verfehlungen werden die Jugendlichen nicht bestraft, sondern an ihre "Lernverträge" erinnert werden. Und auf eine schrille Schulglocke, die Pausen vom Unterricht trennt, wird man verzichten können. Glauben die künftigen Schulbetreiber. Christoph Chorherr glaubt wiederum, dass sich sein "Schultraum" bald erfüllen wird. Der Klubchef der Wiener Grünen und Kritiker des Regelschulsystems ist Mitbegründer des Lernzentrums w@lz, das im Herbst 2000 im Mischek-Tower auf der Donau-Platte eröffnen wird. Und dort, so hofft Chorherr, der "seit sieben Jahren an dieser Schulidee" mitgebastelt hat, wird kein Bildungsbaustein auf dem anderen bleiben. "Schule heißt oft, dass auf dreißig Stühlen Schüler sitzen und vorne steht ein pragmatisierter Lehrer und redet", meint der Grüne. "In unserer Schule wird es das sicher nicht spielen." In der Privatschule, die Schüler von 15 Jahren aufwärts auf Maturaniveau bringen soll, setzt


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