Made in Korea

Film Das Wiener Kinoprogramm gleicht derzeit einem Atlas, in den sich fortwährend weitere Filmländer einschreiben. Jüngster Eintrag: die "Koreanische Filmwoche" im Top Center.

Kultur | Isabella Reicher | aus FALTER 46/99 vom 17.11.1999

Plätze in Städten. Viele der insgesamt 14 Filme der "Koreanischen Filmwoche", die alle in den letzten vier Jahren entstanden sind, sind Erzählungen oder (Zukunfts-)Entwürfe von urbanem Leben, von Arbeitszusammenhängen oder von sozialen Gefügen im Umbruch, die noch keine neue Form gefunden haben. Yoon In-Ho schildert in "Barricade" (1997) beispielsweise die gleichermaßen armselige Existenz von einheimischen wie Fremdarbeitern in einer kleinen Wäscherei, in der sich Erstere ihren aus Bangladesh zugewanderten Kollegen jedoch überlegen fühlen und entsprechende Konflikte, Schikanen und Ausbeutung zum Alltag gehören. Yong In-Hos Inszenierung bleibt dabei relativ nüchtern. Es ist vielleicht auch der Popularität von Melodramen in Südkorea zu verdanken, dass das Hauptaugenmerk auf den Figuren liegt, die sich in unterschiedlicher Weise aus ihrem Dasein fortarbeiten wollen, aber höchstens ungewisse Weichenstellungen für die Zukunft erreichen. In den verwaschenen Farben von "Barricade"


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