Operette tot

Musiktheater Auch mit Franz Lehars "Zarewitsch" schaffte Volksoperndirektor Dominique Mentha keine Imagekorrektur für sein Haus.

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 46/99 vom 17.11.1999

Die Parallele zu ziehen ist einfach zu verlockend. Dass er sich ausgerechnet Franz Lehars umstrittene Operette "Der Zarewitsch" als erste eigene Regiearbeit auserkoren hat, begründet Volksoperndirektor Dominique Mentha mit dem "dramaturgischen Umfeld": Sowohl die erste Premiere dieser Saison, Walter Braunfels' "Die Vögel", als auch die noch bevorstehende erste Tanzproduktion "Schwanensee remixed" (12.12.) zeigten "das Scheitern einer außergewöhnlichen Verliebtheit", das Scheitern einer Utopie.

Auch Menthas Amtsantritt im September hatte für manchen vom alten Volksopern-Spielplan gelangweilten Optimisten utopischen Charakter. Dem langjährigen Intendanten des Innsbrucker Landestheaters eilte der Ruf eines innovativen, diskursfreudigen Theatermachers voraus. Und durch zahlreiche Ankündigungen, die verstaubte Volksoper einer Imagekorrektur unterziehen zu wollen, arbeitete Mentha selber diesem Ruf nicht gerade entgegen.

Doch bereits die Premiere der "Vögel" stimmte skeptisch: Das altbackene


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