Bar jeder Malerei?

Kunst Eine Gruppenausstellung in der Kerstin Engholm Galerie zeigt: Das Tafelbild war nie tot - es sieht nur manchmal etwas seltsam aus.

Kultur | Patricia Grzonka | aus FALTER 46/99 vom 17.11.1999

Alle Jahre wieder kehrt die Malerei in die Kunstszene zurück. Vielmehr ist die Malerei eh immer da, aber die Diskussionen um mögliche zeitgemäße Formulierungen dieses alten Mediums erreichen in periodischen Wellenbewegungen die Gestade der diversen Diskursinseln. Das mag eine poetisch überhöhte Einschätzung sein, Tatsache aber ist, dass das Tafelbild in schöner Regelmäßigkeit für tot erklärt wird und in genauso schöner Regelmäßigkeit wieder aufersteht. Und da malerische Positionen mit jeder Auferstehung "zur Legitimation" neu mit Theorie befrachtet werden müssen, sind die Versuche, die Malerei wieder aufleben zu lassen, meist origineller und lustiger als deren Totsagungen. Zur Zeit ist das ganze Diskursspiel so weit gediehen, dass zur Malerei erklärt wird, was keine Malerei mehr ist.

Unter einem solchen Ansatz könnte man zum Beispiel den deutschen Künstler Claus Föttinger subsumieren, der mit Dirk Skreber, Monika Baer, Gregor Menke in der Gruppenausstellung "Schnellel


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