Nüchtern betrachtet: Die Honiggurken würde ich weglassen

Kultur | aus FALTER 46/99 vom 17.11.1999

Okayokayokay, ich gebs ja zu; selbst ich, der "Martin Luther King des Herbstwetters" (Washington Post), gestehe ein, dass Feucht-Kalt nicht unproblematisch ist. Im Unterschied zu Schwarz-Blau haben die entsprechenden meteorologischen Phänomene aber auch ihre, sagen wir mal "interessanten" Aspekte, deren Würdigung wir uns nicht ganz verschließen sollten. Feucht-Kalt regt zu Versuchen auf dem Gebiet der Lektüre und des experimentellen Kochens an: Im Kühlschrank sind Butter, drei Eier, ein Glas Honiggurken, ein Röhrchen Kapern und fünfzehn Dosen Bier. Na, großartig! Da gibts Kaperneierspeise mit Bier (die Honiggurken würde ich in diesem Fall weglassen bzw. als Vorspeise servieren), und dann lesen wir doch gleich mal was von diesem Dostojewski, das wollten wir eigentlich immer schon tun.

Aber auch das Gegenteil von Eierspeis- und Dostojewskiverzehr ist durchaus reiz- und sinnvoll. Feucht-Kalt ist der perfekte Zeitpunkt, um mit dem Laufen zu beginnen. Das hebt die Umsätze der Sportartikelindustrie,


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