Ene, mene, Elch

Spieleautoren Sie tüfteln an Spielverläufen, berechnen Gewinnchancen, untersuchen die Regeln des Spielmechanismus und bringen eine modifizierte Welt aufs Brett: Spieleautoren.

Stadtleben | Adelheid Wölfl | aus FALTER 46/99 vom 17.11.1999

Rudolf von Habsburg schlendert zwischen seinen Zelten umher und überlegt sich, wie er am nächsten Tag Basel einnehmen könnte. Er freut sich, dass er gerade zum König des Heiligen Römischen Reiches gekrönt wurde, und mit ihm wird sich jahrhundertelang eine ganze Dynastie erfreuen. Denn nur wer nicht zu viel an Macht gewinnt, bleibt an der Macht. Wir spielen 1273 und Interregnum.

"Damals waren die Habsburger noch sehr schlau", sagt Gerhard Kodys, und er lässt die bunten Spielsteine, die Herrscherhäuser, Münzen, Städte, Söldner und Besitztümer, durch die weißen Hände rieseln. Kodys entführt die Freunde seines neuen Strategiespiels "1273-1452" mittels einer Landkarte in die Vergangenheit. Der jeweilige Verlierer der Spielrunde wird zum König gekrönt.

17 Spiele hat der 35-Jährige schon publiziert. Über eine Million Mal wurde sein Bestseller "Digit", jenes Spiel mit fünf Streichhölzern, bei dem der Spieler unter Veränderung eines Hölzchens eine gewisse Figur nachlegen muss,


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