Was war

Politik | aus FALTER 47/99 vom 24.11.1999

Selbstzerstörung der SPÖ-Kärnten Das Spiel war so weit bekannt: Ein Parteichef der SPÖ-Kärnten, im aktuellen Fall Helmut Manzenreiter, versucht ein Reformprogramm durchzusetzen, scheitert am Widerstand der Gewerkschaft und anderer Parteirebellen und nimmt in der Folge den Hut. Neu ist die Facette, dass der vorerst gescheiterte Vorsitzende umgehend wieder zurückkehren könnte. Denn keiner der Gegner des gestürzten Manzenreiter schickt sich an, dessen Amt zu übernehmen. Zudem hagelt es Parteiaustritte. Die neue Parteispitze soll nun entweder durch einen Sonderparteitag oder eine Mitgliederabstimmung gekürt werden. Manzenreiters Rücktritt vom Rücktritt scheint dabei nicht ausgeschlossen.

Was kommt Transrapid durch Wien Der Zug kann es in puncto Fahrtdauer mit dem Flugzeug aufnehmen: Gerade zwei Stunden benötigt die Magnetbahn Transrapid für die Strecke Wien-Berlin. Derzeit nur theoretisch. Doch in naher Zukunft könnte der Hochgeschwindigkeitszug mit Tempo 500 tatsächlich zwischen den beiden Metropolen hin und her rasen. Laut News plant die Gesellschaft Transrapid International (TRI) die Errichtung einer Magnetschwebebahn von Berlin über Wien und Bratislava nach Budapest. Die Hürden: die Kleinigkeit von 134 Milliarden Schilling an Errichtungskosten und zu erwartende Proteste von Umweltschützern.

Was fehlt Sichere Pensionen Jüngere Menschen ahnten immer schon, dass sie bis zum Alter von 75 Jahren arbeiten müssen, ehe sie in Pension gehen dürfen. Nun gibt es einen neuen Beleg für diese Befürchtungen: Binnen der nächsten fünf Jahre wird die Zahl der Pensionisten um 430.000 steigen, prognostiziert der Pensionsbeirat der Regierung. Dem Bund drohen deshalb Mehrausgaben für die Pensionen von über 32 Milliarden Schilling. Die Analyse des Beirates ist ein weiteres Indiz, dass die Prognose vieler Experten zutrifft: Das Pensionssystem in der derzeitigen Form wird über kurz oder lang unfinanzierbar.


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