Aus der Steinzeit

Ausländer Die erste Wiener Integrationskonferenz brachte einen Wahlboykott und offenbarte einmal mehr, wie Politik und Einwanderer aneinander vorbeireden.

Politik | Patrik Volf | aus FALTER 47/99 vom 24.11.1999

Es geht um die Kleinigkeiten", meint der Mann mit dem breiten türkischen Akzent. "Ob man österreichische Gesellschaft sagt und Inländer damit meint. Ob man Hinweisschilder für eine Integrationskonferenz nur auf Deutsch anbringt." Neben ihm debattieren drei der 133 Delegierten lautstark über die Einladungspolitik des Wiener Integrationsfonds. Einige Migrantenvereine hatten keine Einladungen bekommen. Andere hatten ihre Einladungen erst zwei Tage vor der Versammlung in Händen gehalten. Die "erste Wiener Integrationskonferenz" steht unter keinem guten Stern. Nichts läuft wie geplant. Integrationsstadträtin Renate Brauner und ihr Fondschef Hannes Seitner werden einen Tag lang durch die Hölle gehen.

Dabei hatte zu Beginn alles so einfach ausgesehen. Eine Konferenz der Wiener Vereine, die im Bereich Migration und Integration tätig sind, sollte einmal jährlich einberufen werden, um über anstehende und existierende Probleme der Integrationspolitik zu debattieren. Und die Konferenz sollte


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