"Man hat uns eingeschüchtert"

Omofuma "Wir haben alles gesehen, aber niemand hat sich dafür interessiert" - im "Falter"-Interview brechen vier niederländische Sitznachbarn Omofumas erstmals ihr Schweigen. Sie berichten über die "unglaublich brutale Verklebung" Omofumas und ihre "Einschüchterung" vor Gericht.

Politik | Florian Klenk / Amsterdam | aus FALTER 47/99 vom 24.11.1999

Soll ich es tun?", fragt Tassitta van B. Dann presst sie sich die flache Hand vors Gesicht und stöhnt hinein. Einen stumpfen, schrecklichen Schrei. Dann nimmt sie die Hand vom Gesicht und zittert. "Es war wie ein Schrei unter Wasser. Mehr konnte er nicht machen." Tassitta ist manchmal so nervös, dass sie nicht einmal mehr einen Kugelschreiber halten kann. Den Kugelschreiber, mit dem sie aufzeichnen wollte, wie nah sie zu Marcus Omofuma gesessen ist. Tassitta bittet ihre Nachbarin, Esther, zu zeichnen. Esther saß neben Tassitta. Ein paar Reihen davor ihre Freunde. Insgesamt 52 Mitglieder einer Tanzgruppe. Eltern mit Kindern, die in ein bulgarisches Dorf zum Volkstanzen fahren wollten. Seit sechs Monaten sind viele von ihnen in psychologischer Betreuung um Albträume und Krämpfe zu überwinden.

Vergangener Samstagnachmittag, nahe Utrecht. Eine kleine holländische Stadt, die hier nicht genannt werden soll. Die Sozialpsychologin Tassitta van B., ihr Ehemann Hans (Psychiater), Esther W.


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