"Asylrecht adaptieren"

Asyl Wolf Szymanski, Sektionschef für das Fremdenwesen und Nachfolger Manfred Matzkas, über Reformen im Asylrecht, afrikanische Dealer und den Fall Omofuma.

Politik | Gerald John und Florian Klenk | aus FALTER 47/99 vom 24.11.1999

Er tritt ein schweres Erbe an. Wolf Szymanski wurde von Innenminister Karl Schlögl zum neuen Sektionschef für Asyl- und Fremdenrecht ernannt. Der bei NGOs und Opposition gut angeschriebene Jurist (er arbeitete früher als Polizeijurist) tritt damit die Nachfolge des umstrittenen Sektionschefs Manfred Matzka an, mit dem sich Szymanski nie so richtig verstanden hatte. Im Falter-Interview plädiert der wohl einflussreichste Beamte in Sachen Asyl- und Fremdenrecht für eine Reform des Asylrechtes und für die Abschaffung fremdenrechtlicher Stereotypen.

FALTER: Was wird sich unter Ihrer Leitung im Fremdenwesen ändern?

WOLF SZYMANSKI: Die Zeiten haben sich geändert. Wir haben zu Beginn dieses Jahrzehnts die Ostöffnung und die Europäische Union verkraften müssen. Es galt, eine Situation zu bewältigen, in der, ich scheue mich nicht, den Ausdruck zu verwenden, "Notwehrmaßnahmen" notwendig waren. Diese Maßnahmen haben gegriffen: Der Migrationsdruck ist dank Einwanderungsquoten und effektiver


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