Der Himmel über Wien

Film Die Regisseurin Barbara Albert ist der Shootingstar unter den österreichischen Jungfilmern. Ihr mehrfach ausgezeichneter Spielfilm "Nordrand" kommt dieser Tage in die heimischen Kinos. Mit dem "Falter" sprach sie über Drehangst und Erfolg, über Rumänien, Floridsdorf und die U6.


Klaus Nüchtern
Kultur | aus FALTER 47/99 vom 24.11.1999

Barbara Albert leidet unter "extremer Drehangst". Höhenangst hat sie auch. Im Flugzeug sitzt sie dennoch beim Fenster. "Ich scheiß mich schon ordentlich an", gesteht sie. Aber den Himmel muss sie einfach ansehen. Himmel ist wichtig. Auch in ihren Filmen spielt der Himmel eine große Rolle. Warum? "Eine ganz einfache Antwort ist, dass das Raufschauen Ausdruck der Sehnsucht ist", meint die 29-jährige Regisseurin, deren mehrfach preisgekrönter Spielfilm "Nordrand" den Blick des Betrachters des öfteren gen Himmel lenkt.

Zu Beginn und am Ende taumelt ein Drachen in Gestalt eines Tagpfauenauges im Blau des Firmaments, dazwischen trübt sich der Himmel über Wien ziemlich ein. Das entspricht dem Wiener Wetter durchaus - gedreht wurde hauptsächlich in den ersten drei Monaten dieses Jahres - und auch der Gemütslage der fünf Protagonisten.

Nicht dass die jungen Menschen in "Nordrand" nichts zu lachen hätten - nach mehrmaligem Ansehen, versichert Darstellerin Nina Proll (siehe Kasten), könne

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