One-Take-Charlie

Little Woodstock Eden-Bar-Chef Heinz Werner Schimanko moderiert den Abend für Frank Sinatra. Mit dem Sänger Louie Austen spricht er über Sinatra, Alkohol und Lamourhatscher.

Stadtleben | Sigrid Neudecker | aus FALTER 47/99 vom 24.11.1999

Heinz Werner Schimanko und Louie Austen haben einiges mit Frank Sinatra gemeinsam: Der eine führt einen Nachtklub, in dem Sinatras Lieder gesungen werden, der andere muss Sinatras Lieder an vier Abenden der Woche in der Bar des Hotels Marriott singen. Ihr Zugang zum Phänomen Sinatra ist jedoch ein grundverschiedener.

FALTER: Haben Sie Frank Sinatra jemals live gesehen?

HEINZ WERNER SCHIMANKO: Ich habe ihn vor vielen Jahren in Vegas gesehen, einmal in New York und zweimal hier in Wien. Mir gefällt Frank Sinatra. Der gibt von der Stimmung was her. Das sind Lamourhatscher.

LOUIE AUSTEN (lacht): Da muss ich ernsthaft widersprechen. Sinatras Kunst war nie die eines Sängers, sondern die eines Geschichtenerzählers. Sinatra hat eher den Verbitterten, Stehengelassenen, Traurigen dargestellt. Und das sehr gut. Da würde ich eher den Dean Martin in die Lamourhatsche einteilen.

SCHIMANKO: Was ich in Amerika und seit 25 Jahren in der Eden sehe, ist, dass der Sänger kämpfen muss. Der muss zum Publikum


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