Therapeut auf Rädern

Psychotherapie Ein Verein bietet Menschen, die aufgrund einer Krankheit oder wegen psychischer Probleme ihre Wohnung nicht verlassen können, professionelle therapeutische Hilfe an.

Stadtleben | Wolfgang Paterno | aus FALTER 47/99 vom 24.11.1999

Es gibt Essen auf Rädern, Supermärkte liefern frei Haus: Warum sollen Therapeuten bei Bedarf nicht ganz selbstverständlich Hausbesuche machen", sagt Doris Cech, seit zwei Jahren analytische Psychotherapeutin mit eigener Praxis und Initiatorin von "Netzwerk Psyche+". Der "Verein für mobile Psychotherapie", der seit gut einem Jahr besteht, wendet sich vor allem an gehbehinderte Menschen oder an Personen, die durch eine Krankheit ans Bett gefesselt sind. "Diese Menschen", sagt Cech, "können normalerweise therapeutische Hilfe kaum in Anspruch nehmen." Zusätzliche Aktivitäten der Networker - derzeit drei Therapeutinnen und eine Gruppe von Künstlerinnen und Pädagoginnen - sind Kurse und Vorlesungen. Nach einem kostenlosen Erstgespräch, nachdem sie sich von der Immobilität des Klienten überzeugt haben, klingeln die eiligen Psycho-Helfer an der Tür. Damit die Besuche nicht zur Gewohnheit werden, wird im Vorhinein ein Plan mit Ablaufdatum festgelegt. 1400 Schilling kostet eine Doppelstunde,


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