Vor 20 Jahren im Falter

Vorwort | aus FALTER 48/99 vom 01.12.1999

... gab es ein Interview mit Günter Wallraff, das den Beginn einer Auseinandersetzung mit Wallraff und seinen Methoden signalisieren sollte. Das Interview führte Hans Peter Martin.

MARTIN: Vor zwei Jahren hast du mehrere Monate lang unerkannt bei der "Bild Zeitung" gearbeitet. Dein Buch über die Praktiken dieser größten europäischen Boulevardzeitung ist zu einem Bestseller geworden. Jetzt hast du ein neues "Bild"-Buch geschrieben. Warum?

WALLRAFF: Weil ich gemerkt habe, dass ich bei dem ersten Kleinversuch nur zufällige Fälschungen und Praktiken in der Provinz mitbekam, und weil das Ausmaß der Rufmordkampagnen und Schädigungen dieses Blattes gar nicht erfasst war. Bild-Leute, die da länger gearbeitet hatten oder noch arbeiten, haben mir Tagebuchaufzeichnungen und Dokumente zukommen lassen. Darum habe ich jetzt eine breiter angelegte Falluntersuchung gemacht. Um das ganze Ausmaß der Fälschungen und der Wirkungen herauszubekommen, müsste man einen fast so großen Apparat haben


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