Integration: Setzt Taten!

Kommentar Leere Worte gibts genug. Die Autorin fordert, mit tatsächlicher Integration zu beginnen.

Vorwort | Terezija Stoisits | aus FALTER 48/99 vom 01.12.1999

Nach Jahren diskriminierender und desintegrierender Maßnahmen in der so genannten "Ausländerpolitik" (wie z.B. Ausweispflicht für Ausländer) haben nun die Regierungsparteien, getrieben vom Wahlergebnis am 3. Oktober, das Integrationsthema wieder "entdeckt". Übersehen darf man dabei keineswegs, dass es sich in der neu entflammten Debatte um "Ausländerintegration" ständig um die Schlagworte "Toleranz" und "Miteinander" dreht. Dabei glaubten wir, dass die Zeit der Toleranzedikte schon längst vorbei sei, dass hierzulande Minderheiten nicht eher schlecht als recht geduldet würden.

Die "Integration", von der die Regierungsparteien in den letzten Wochen unermüdlich schwärmen, bedeutet keineswegs Gleichberechtigung für die zugewanderten Menschen, die sie zu einem anerkannten und gleichberechtigten Teil dieser Gesellschaft machen würde. Sie ist bloß more of the same der schon jahrelang sattsam bekannten Desintegrationspolitik der Regierung. Wer nämlich glaubt, gesellschaftliche Integration


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