Battle in Seattle

Wirtschaft Die WTO-Ministerkonferenz feilscht dieser Tage um neue Regeln für den Welthandel. 134 Länder wollen dabei nicht zu kurz kommen.

Politik | Christian Felber | aus FALTER 48/99 vom 01.12.1999

Wirtschaftsminister Hannes Farnleitner geht alles viel zu langsam. Glühend hatte er die Forderung der EU nach "umfassender Liberalisierung" unterstützt. Nun droht die Millenniumsrunde der WTO-Staaten in Seattle zu einer Umsetzungsrunde zu verkümmern.

Zur Vorgeschichte: Bereits seit Ende des Zweiten Weltkriegs bemühte sich das GATT, das allgemeine Zoll- und Handelsabkommen, um den reibungslosen Ablauf des zwischenstaatlichen Handels. Nach insgesamt acht Verhandlungsrunden mündete das GATT 1995 in die Welthandelsorganisation WTO. Seither gehen Liberalisierung und Deregulierung munter weiter, der internationale Handel wächst fast dreimal so schnell wie die Produktion.

Über Fluch oder Segen dieser Entwicklung scheiden sich die Geister. Die UNCTAD, die Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung, meint mit Hinweis auf die Asien-Krise, dass "die Liberalisierung zu rasch erfolgt" sei. Die EU-Kommission schlussfolgert das Gegenteil: "Wie die Finanz- und Wirtschaftskrise gezeigt


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige