"Zu gefährlich"

Waffen-SS Parlamentspräsident Fischer reagierte auf prompt auf Proteste und zeigte die Kameraden der Salzburger Waffen-SS an. Salzburgs Umgang mit dem Nationalsozialismus ist noch immer bedenklich.

Politik | Karin Jusek | aus FALTER 48/99 vom 01.12.1999

Heinz Fischer reagierte prompt. Nachdem ihm der Künstler Wolfram Kastner eine Kranzschleife mit der Aufschrift "Zum Gedenken der gefallenen Kameraden der Waffen SS" zugesandt und ihn gebeten hatte, der jährlichen Heldenfeier der SS auf dem Salzburger Friedhof ein Ende zu bereiten (Falter 45/99), teilte der Parlamentspräsident Kastner mit, dass er bei der Staatsanwaltschaft Wien Anzeige wegen "allfälliger strafbarer Tatbestände nach dem Verbotsgesetz" erstattet habe. Auch das Innenministerium sei bereits informiert.

Kastner und einige Salzburger protestieren seit 1996 gegen das Auftreten der SS, bisher ohne Erfolg. Ist es eine Frage der Zeit, bis der Spuk aufhört?

"Ich bin nicht sicher", meint der Salzburger Historiker Gert Kerschbaumer und fügt sarkastisch hinzu: "Bei uns wird die SS immer jünger." Denn die Kameraden ziehen Nachwuchs heran. Marko Feingold von der Israelitischen Kultusgemeinde bestätigt Kerschbaumers Aussage. "Man kann Verständnis dafür aufbringen, dass Wehrmachtssoldaten


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