Stühle statt Lichter

Aktion Mit 183 Sesseln vorm Parlament will der Maler und Anstreicher Markus Tripolt die Abgeordneten zu mehr Sorgfalt beim Thema "Ausländer" mahnen. Wer will, kann seinen eigenen Stuhl mitbringen.

Politik | Nina Weissensteiner | aus FALTER 48/99 vom 01.12.1999

Wenn sie nur einen Moment darüber nachgedacht hätte, wie es wäre, wenn sie selbst einen solchen Ausweis ständig bei sich tragen müßte!" Markus Tripolt ist verärgert. Der Vorschlag der freiheitlichen Justizsprecherin Helene Partik-Pable, für Ausländer eine so genannte "A-Card" einzuführen, auf der Personaldaten, Aufenthaltsstatus und Fingerabdruck gespeichert sind, stößt dem Maler sauer auf. "Das und die Forderung nach Tbc-Kontrollen für ausländische Kinder", meint Tripolt, "zeigen, dass die Anti-Rassismus-Demonstration am 12. November noch nicht alles gewesen sein darf. Wir Wähler müssen uns jetzt so oft wie möglich bemerkbar machen." Das will der Wiener mit 183 Sesseln erreichen, die er den Abgeordneten vom 10. bis 12. Dezember vors Hohe Haus stellen wird. Vom Gehsteig vor dem Parlament bis hinauf zur Rampe soll das Mahnmahl gegen Rassismus reichen. Der Aktionist wird "etwa dreißig Stühle" mitbringen, den Rest sollen "Bürger beisteuern, die auch ein Zeichen gegen die


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