Mediensplitter

Medien | aus FALTER 48/99 vom 01.12.1999

ÖAK Die Zahl der Zeitungen, die an der österreichischen Auflagenkontrolle, dem quartalsweise veröffentlichten Bericht über Verkaufs-, Verbreitungs- und Druckauflage teilnehmen, ist noch immer größer als die derer, die es verweigern. Krone, Kurier, Presse, Standard und die News-Gruppe verweigern. Dennoch lässt sich ein Trend ablesen: Die Auflagen fast aller Printprodukte legen zu; und über wirtschaftliche Erfolge sagt die ÖAK nichts aus.

ADSL, der neue Internetverbindungs-Standard der Telekom, zehnmal schneller als jedes Modem (vgl. Falter 47/99), ist vorläufig nur für Windows erhältlich. An einer MacIntosh-kompatiblen Lösung wird gearbeitet.

Das Gute wird oft mit Füßen getreten, und wenn, dann springen links und rechts zwei herbei, um zu helfen: Die "Kronen Zeitung" und die Polizei. Deswegen geht es uns so gut in Österreich, deswegen beginnt die "Krone" eine Serie mit dem Abdruck eines Buchcovers auf ihrer Sonntagsausgabe, den vollmundigen Buchtitel: "Nie mehr Strafe zahlen" nur mit einem Fragezeichen versehend. Mit Unschuldsmiene verrät der Autor, es gehe natürlich nicht um eine Aufforderung, "strafbare Handlungen zu begehen", sondern um "die Darstellung der aktuellen Rechtslage". Sehr verdienstvoll. Nur eines hat die "Krone" vergessen zu erwähnen: Autor Josef Kleindienst war bis vor kurzem Obmann der FÖG, der blauen Exekutivgewerkschaft.


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