Kommentar - Festspiele: Findung auf Österreichisch

Carsten Fastner | Kultur | aus FALTER 48/99 vom 01.12.1999

Danke, Findungskommission! Peter Ruzicka wurde als einziger Kandidat für den Posten des künstlerischen Leiters der Salzburger Festspiele ab 2002 nominiert, und das Festspiel-Kuratorium wird am 2. Dezember gar keine andere Wahl haben, als ihn auch offiziell zu bestätigen. Das Gerangel und Gezerre um den Nachfolger Gerard Mortiers ist beendet, die Kommentatoren aller Zeitungen haben ihre drängelnden Parteinahmen für den jeweils bevorzugten Kandidaten weitgehend eingestellt - und jetzt ist erstmal Ruhe.

Gut so. Denn dann fällt vielleicht auf, dass auch die Findungskommission gar keine Wahl hatte. Salzburg liegt in Österreich, und wenn hierzulande Kulturposten vergeben werden, gelten eigene Spielregeln. Die bestimmten schon die Zusammensetzung der Kommission. Nichts Persönliches gegen die Herren Mailath Pokorny, Schmid, Hellsberg und Widrich. Aber welches Unternehmen würde eine Headhunter-Kommission mit einem leitenden Mitarbeiter eines Geldgebers (dem Bund), dem ehemaligen örtlichen

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