Alvin mit dem Rasenmäher

Film Ich kann auch anders - mag sich David Lynch gedacht haben, als er seinen jüngsten Film drehte. Aus "The Straight Story" ist dann aber doch eher eine krumme Sache geworden.

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 48/99 vom 01.12.1999

Der Titel ist der erste Witz: "The Straight Story", eine gerade Geschichte also, benannt nach ihrer Hauptfigur, einem gewissen Alvin Straight. Der zweite Witz ist, dass es Alvin Straight tatsächlich gegeben hat. Auch seinen Bruder Lyle und auch die Pilgerreise, die Alvin (aus Laurens, Iowa) zu Lyle (nach St. Zion, Wisconsin) führt. Der dritte schließlich ist, dass ausgerechnet David Lynch einen Film daraus gemacht hat - was vermutlich niemand witziger findet als David Lynch.

Am besten vergisst man das gleich wieder. Andernfalls ergeht es einem so wie Lynch bei seinem ersten Besuch in Wisconsin. "Da leben lauter nette Leute", erklärte er dem Spiegel allen Ernstes: "Ich war geradezu alarmiert von dieser Nettigkeit und dachte, man mache sich über mich lustig."

Zurück zur Geschichte, die mit einem doppelten Zusammenbruch beginnt. Alvin klappt zusammen, Lyle hat einen Schlaganfall. Schon seit Jahren haben die Brüder sich nicht gesehen, seit Jahren auch nicht mehr miteinander gesprochen.


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