Wahr ist viel mehr

Musik Am 6. Dezember wird Nikolaus Harnoncourt 70. Der "Falter" fragte Berufskollegen, glückliche Fans und einstige Skeptiker, was den Dirigenten so gut und wichtig macht.

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 48/99 vom 01.12.1999

Neulich, im Großen Musikvereinssaal: Auf der Bühne leitet Nikolaus Harnoncourt die Wiener Symphoniker durch Bruckners Neunte, auf dem Zuschauerbalkon sitzt Valentin Erben, der Cellist des Alban-Berg-Quartetts, und strahlt übers ganze Gesicht. Um einige Tage danach erklären zu können, was während des Konzertes in ihm vorgegangen ist, kommt Erben zunächst nicht ohne vermeintliche Floskeln aus: "Ich war einfach glücklich. Mich berührt Harnoncourts Unmittelbarkeit, seine Ehrlichkeit, seine Energie."

Wen auch immer man anlässlich seines bevorstehenden 70. Geburtstages zur Bedeutung von Nikolaus Harnoncourt befragt, in einem Punkt sind sich alle einig: Der Mann ist gut. Nur: Was genau macht ihn so gut? Und so wichtig? Was bewirkte Harnoncourt mit der Gründung des Concentus musicus vor über 45 Jahren? Was charakterisiert seine Arbeit als Dirigent so vieler Weltklasseklangkörper wie der Wiener und Berliner Philharmoniker, des Concertgebouw Orchesters Amsterdam oder des Chamber Orchestra


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