Stadtrand: Christkindlmarkten

Stadtleben | aus FALTER 48/99 vom 01.12.1999

Samstag, Punkt 16.57 Uhr, war es so weit: Der Ring zwischen Stadiongasse und Schottentor wurde für Autos und Straßenbahnen gesperrt - und für Fußgänger freigegeben. Christkindlmarkt, Advent- und Hüttenzauber sowie die heimelig beleuchteten Limolaster von Coca-Cola (samt lautstarkem Animationsprogramm) hatten zu viele Schaulustige zum Pendeln zwischen abendländischem Weihnachtskitsch (Punsch und Glühwein) und amerikanischem X-Mas-Entertainment (Cola und Gospel) bewogen. Die Polizei entschloss sich kurzerhand, die Straße zuzusperren. Als schließlich der Karl-Lueger-Ring verkehrsfrei war, wurde offenbar, wie nett es hier eigentlich ist an so einem Adventssamstag: Rathauspark und Ringstraße luden zum Spaziergang ein. Der Ansturm war sicher nur der Anfang, an den Samstagen bis Weihnachten wird es sich noch mächtig abspielen um Wiens größten Adventmarkt. Wieso also nicht gleich die nächsten drei Samstage bis zum Fest verkehrsberuhigen (wie etwa auf der Mariahilfer Straße)? Dass die samstägliche Spontansperre einen Megastau bis zum Schwarzenbergplatz verursacht, ist eine andere Sache. Aber warum müssen diese Menschen auch im Auto sitzen? Können die nicht wie alle anderen christkindlmarkten? C. W.


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