Sideorders: Modern-Asiaten

Stadtleben | aus FALTER 48/99 vom 01.12.1999

Welcher kreative Koch könnte sich vor dem unglaublichen Aromenspektrum, den so völlig zeitgemäßen, weil schonenden Zubereitungsarten oder dem unerschöpflichen Reservoir an Rezepturen verschließen? Wiens Köche können. Von ein paar Ausnahmen abgesehen, herrscht hierzulande immer noch der mehr oder weniger verfeinerte Bauernschmaus vor. Anders hier: Green Cottage, 5., Kettenbrückeng. 3, Tel. 586 65 81, Mo-Sa 18-23.30 Uhr.

Nicht unbedingt brüllend modern, pazifisch oder fusioniert, stattdessen chinesische Hochküche mit fein französischen Einflüssen.

East to West, 1., Seilerstätte 14, Tel. 512 91 49, tägl. 11.30-14.30, 17.30-23 Uhr.

Das ehemalige Hu Nan, nun zum "Gourmet"-Asiaten im Feng-Shui-Ambiente gemacht. Was anfangs amüsiert, schließlich aber verwirrt, sind die blumigen Namen der Gerichte, vor allem da die Karte leider zu drei Viertel aus altbekanntem China-Food besteht.

Sam's, im Hilton, Am Stadtpark 1, Tel. 717 00-385, Di-Sa 19-1 Uhr.

Anfangs toll, seitdem sich Küchenchef Vanic aber mehr um den "Prinz Eugen" im selben Hause kümmert, eigentlich nur mehr mittelmäßig und teuer.

Guess Club, 1., Kärntner Str. 44, Tel. 585 63 49, tägl. 7-4 Uhr.

Das Konzept, vor allem das architektonische, ist super, die all-asiatische Fusion-Küche von Peter Mark mitunter exzellent, die Preise mehr als fair, das Publikumsinteresse dennoch gering. Komisch.

Schlossgasse 21, 5., Schlossg. 21, Tel. 544 07 67, tägl. 18-2 Uhr.

Seit dem Silberwirt von Küchenchef Rudi Kirschenhofer voll auf Ethno umgepolt, und das mit großem Erfolg. Besondere Beachtung verdienen die gefüllten Nudeln im grellen Rasta-Look, Lebensmittelfarbe schau oba.


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