Im Namen des Freihandels

Kommentar Replik auf Raimund Löws Kommentar "Verfeinerte Sitten" in "Falter" 48/99.

Vorwort | Christian Felber | aus FALTER 49/99 vom 08.12.1999

"Ethnozentristisch, nationalistisch, provinzialistisch, protektionistisch" - eine kurze, aber kompakte Phänomenologie des Antimodernismus. Raimund Löw stellt die WTO-Gegner in Ecken, aus denen sie just nicht kommen. Im Gegenteil, die Anti-MAI-Bewegung, nun zum Anti-WTO-Forum angeschwollen, keimte in weltoffenen, planetenbesorgten und interkulturell engagierten NGO-Kreisen, die nicht nur intensiven Kontakt zu Menschen in anderen Kontinenten pflegen, sondern zum Teil sogar selbst Handelsnetze geknüpft haben, allerdings faire und nicht "freie". Ihr Weltbewusstsein ist die wesentliche Ursache für die WTO-Gegnerschaft.

Weiters vermeint Raimund Löw eine Verwandtschaft zu erkennen zwischen der Angst vor der Globalisierung und der Angst vor der EU-Osterweiterung in dem Sinne, dass die billige Konkurrenz neuer Märkte eigene Arbeitsplätze gefährde. Das mag für einen Teil der Gewerkschaften zutreffen, die sich vor allem mit Lohn- und Steuerdumping nicht anfreunden können. Aber diese hatten


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