Die Rassismuskeule

Kommentar Das multimediale Konstrukt rund um die Begriffe Rassismus und Antirassismus begreift der Autor als ein gigantisches System von Metaphern.

Vorwort | Alfred Pfabigan | aus FALTER 49/99 vom 08.12.1999

"Tabu ist ein altes österreichisches Wort." Da haben wir also Jahrzehnte mit der langweiligen Arbeit zugebracht, eine hegemoniale Generation, die nicht über den österreichischen Schuldanteil am Nationalsozialismus reden wollte, zu überzeugen oder wenigsten zu überleben. Und jetzt sind wir mit einer ganzen politischen Denkschule konfrontiert, die einfach nicht raus kann aus den traditionellen Begrifflichkeiten, die sich in diesem Kampf bewährt haben und die - wenn nicht alle Zeichen trügen - mit diesen Denkmustern bis zur Pensionierung den Leuten die Welt erklären werden.

Jene Ausländer, mit denen die FPÖ sich langsam, aber sicher an die absolute Mehrheit heranarbeitet, sind Opfer und bedürfen eines Retters. Das ist das Lieblingsspiel, mit dem sich das Ego eines nicht geringen Teils der heimischen Intelligenz aufbaut; man wird ein wenig scheel angesehen, wenn man nicht mitspielt, aber wenn man versucht, außerhalb dieses festgefahrenen Musters zu denken, dann bekommt man eines


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