Mediensplitter

Medien | aus FALTER 49/99 vom 08.12.1999

Mediaprint-Kartellklage Nach dem Standard versucht es nun die Tiroler Tageszeitung: Sie bringt eine Kartellklage ein, weil die Mediaprint-Abos in Tirol deutlich billiger ausfallen als in Wien. In Wien kostet ein Krone-Abo derzeit 224 Schilling, in Tirol nur 165 Schilling im Monat. Anwalt Gugerbauer vertraut auf das Kartellgesetz. Dieses habe "durchaus Biss".

Scheidung Die Journalistengewerkschaft wechselt von der Teilgewerkschaft Kunst, medien und freie Berufe (KMfB) über in die Teilgewerkschaft Druck und Papier (DuP). Seit längerem gab es Differenzen zwischen der Geschäftsführung der KMfB und den Journalisten. Diese streben eine eigene Mediengewerkschaft an.

Das Beste ist man doch selber. Beziehungsweise das eigene Titelblatt letzte Woche im "Standard". Erst gefiel es der Politik-Redaktion so gut, dass sie es abbildete (könnte sie öfter machen, wir verrechnen nichts, ehrlich). Dann schlug die Medienredaktion zu und zurück: mit der Humorkeule. Wo bei uns "Demi Schüssel" und "Jörg Redford" prangten, sah die verblüffte Leserschaft nun Schlager/Thurnher. Über die zugehörigen Vornamen (Demi? Wolfgang? Robert? Jörg?) wurde nichts verlautet; im Text hingegen wurde darauf hingewiesen, dass den neuen "Falter"-Eigentümern von Alt-Aktionär Kerbler kein unmoralisches, sondern ein faires Angebot gemacht worden sei. Technisch war die Fotomontage tadellos.


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