Kommentar: Der Raum macht die Musik

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 49/99 vom 08.12.1999

Ohne Raum geht gar nichts mehr. Performer erspü-ren und ertanzen ihn; in der bildenden Kunst sind Objekte nicht einfach aus Plastik oder Holz, sondern werden durch Plastik oder Holz vom Umraum getrennt und in dessen Kontext durchargumentiert; und auch viele Musiker wollen nicht mehr darauf verzichten, ihre Arbeiten "site-specific" zu projektieren.

Raum zum raumbezogenen Arbeiten gibt es für die meisten Künstler genug. Doch während in Wien Dutzende von Theaterräumen bespielt werden und eine neu gegründete Galerie nach der anderen den Stadtraum belebt, schauts für die Musik abseits von Rock, Pop, Jazz und Klassik düster aus - ganz egal, ob sie den Raum nun miteindenken will oder nicht.

Einen Ort, der ausschließlich zeitgenössischer Musik in allen Spielarten und Popularitätsstufen gewidmet ist, gibt es nicht. Und in dem neuen Saal, der nächstes Jahr im Keller des Konzerthauses eröffnet werden soll, dürfte wohl auch vor allem bereits Etabliertes programmiert werden.

Zumindest größere


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