"Demut ist das Stichwort"

Literatur Der 24-jährige Autor Benjamin von Stuckrad-Barre wird als Popstar gehandelt, ist von der "FAZ" bis zur Talkshow omnipräsent und möchte doch nur einen unschuldigen Blick auf die Mediengesellschaft werfen. Sagt er.

Kultur | Kristina V.Klot | aus FALTER 49/99 vom 08.12.1999

Ein begnadeter Schreiber" - urteilte die Welt mit der Einschränkung: "solange er weiß, worüber und nicht sein eigener Held sein muss". Der Spiegel bezeichnete ihn mal als "Meinungsmissionar" von "wortreicher Sprachlosigkeit"; hielt ihm dann wieder zugute, "auf sehr direkte Weise aus dem Leben gegenwärtiger junger Menschen zu erzählen". Der Tagesspiegel attestierte ihm "nervenden Geschmacksterrorismus", und in Leserbriefen wurde er auch schon als "Pubertätspoet und Blender" beschimpft.

Der umstrittene 24-jährige Autodidakt Benjamin von Stuckrad-Barre, der für das Gros der Kritiker vor allem eines ist: "Pop-Autor", hat sein Germanistikstudium nach wenigen Wochen abgebrochen, schrieb für den Rolling Stone, den Stern, die taz, die Woche und das "Jetzt-Magazin" der Süddeutschen Zeitung; und war Gagschreiber für Harald Schmidt, bevor er 1998 seinen ersten Roman "Soloalbum" veröffentlichte. Stuckrad-Barre hält den ganzen Rummel, der um ihn und die neue deutsche junge Literatur gemacht


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