Hanna flennt

Film Berlin nach Sonnenuntergang: Der deutsche Regisseur Andreas Dresen schickt eine Handvoll "Nachtgestalten" durch regennasse Großstadt-Dunkelheit.

Kultur | Isabella Reicher | aus FALTER 49/99 vom 08.12.1999

Hanna ist wütend. Hanna hat eine Wut im Bauch vor lauter Unglück, und wenn sie dann - endlich raus aus dem Regen - doch ein Hotelzimmer gefunden hat, kommt nur kaltes Wasser aus der Dusche, und Hanna brüllt: "Warum habe ich eigentlich immer nur Pech?" Hanna (Meriam Abbas) lebt auf der Straße. In Berlin. Mit Hund und einem Mann (Dominique Horwitz), der lange versucht, zu vermitteln und Konflikte abzuwehren, bevor er dann selber ausrastet und zuschlägt.

Hanna streitet und schreit sich durchs nächtliche Berlin in einem Film, der - von der Abenddämmerung bis zum nächsten Mittag - aus nächster Nähe noch eine Reihe anderer "Nachtgestalten" durch die Stadt begleitet: einen Jungbauern vom Lande, der sich das große Abenteuer vorgenommen hat und schon am Bahnhof erstmals an der Großstadt scheitert. Einen gehetzten leitenden Angestellten (Michael Gwisdek, für diese Rolle mit einem "Silbernen Bären" bedacht), der am Flughafen Tegel statt der japanischen Geschäftspartnerin einen Jungen


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