Stadtrand: Mieselsucht ist out

Stadtleben | aus FALTER 49/99 vom 08.12.1999

So, so, Sie sind also auch noch immer der Meinung, zu dieser Jahreszeit darf man nur mit mieselsüchtigem Gesicht herumrennen? Sie halten auch ein gottbehüt verhaltenes Lächeln für uncool, solange der Hochnebel über der Stadt hängt? Püh, wie passe!

Menschen, die ohne Sonneneinwirkung lediglich zu der Aussage "Ich HASSE dieses Wetter" imstande sind, werden hiermit für einfallslos und out erklärt. (Dieses Wetter haben wir jetzt wirklich schon seit Jahrzehnten, wie wärs mit akzeptieren?)

Wies geht, sagt uns das "Austrian Institute for NLP" (Neurolinguistisches Programmieren). Ein mentaler Kurztrip in tropische Gefilde, mit Drink in der Hand am Sonnenstrand, wäre ein Anfang. Auch folgende Übung soll helfen: Man stelle sich aufrecht hin, strecke die Arme hoch, Handflächen Richtung Decke, blicke in den Himmel und sage: "Mir geht es unheimlich schlecht!" Soll sofortiges Grinsen nach sich ziehen.

Auch das Zurückerinnern an ein besonders schönes Erlebnis wirkt angeblich - sofern man sich langsam und behutsam wieder in der Realität einfindet.

Und wenn das alles nicht hilft, befolge man einfach das Lebensmotto von Ling (aus "Ally McBeal" natürlich): Shoppen, was das Zeug hält. S. N.


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