Sideorders: Die Edel-Beisln

Stadtleben | aus FALTER 49/99 vom 08.12.1999

Die Grenze ist mittlerweile alles andere als eindeutig: In den Szenelokalen wird Hummer am Ingwerröschen drapiert, im Vierhauber serviert man gebackenen Kalbskopf und Beuschl. Dass das Beisl salonfähig wurde, gilt längst als Allgemeingut, bodenständige Küche auf hohem Niveau ist in Wien ungefähr ein ebenso sicherer Erfolg wie edel-italienisch zu kochen. Besonders erfreulich oder interessant wird hier gekocht: Grünauer, 7., Hermanng. 32, Tel. 526 40 80, Di-Fr 11.30-15, 18-24 Uhr.

Das All-Time-High des Wiener Beisls. Unspektakuläres Ambiente, bombastische Weinauswahl und eine Speisekarte, bei der einem das Wasser der Rührung aus den Augen und das Wasser im Mund zusammenrinnt. Hier einen Platz zu bekommen zählt zu den eher schwierigen Dingen in dieser Stadt, die Mühe lohnt aber.

Elze, 19., Döblinger Hauptstr. 11, Tel. 369 56 41, Di-Sa 11.30-14.30, 18-23 Uhr.

Ehemaliges Gasthaus Ebner, in dem nun der "Sommelier des Jahres" und der "Oberkellner des Jahres" in Personalunion von Gerhard Elze werkt. Dem hiesigen Publikum entsprechend wird dem Klassiker gehuldigt, das aber sehr gut.

Vikerls Lokal, 15., Würffelg. 4, Tel. 894 34 30, Di-So 11-15, Di-Sa 18-24 Uhr.

Miese Gegend, entzückendes Gasthaus mit hochgelobter, verfeinerter Beislküche. Übergang zwischen Beisl und gutbürgerlichem Restaurant, Tendenz zu letzterem.

Weibels Wirtshaus, 1., Kumpfg. 2, Tel. 512 39 86, Mo-Sa 11.30-24 Uhr.

Erste Adresse in Wien für das gepflegte Glas Wein aus aller Welt, vor allem aus der wachauerischen und der steirischen. Dazu gibts auf engstem Raum gepflegte Bodenständigkeit zu gutbürgerlichen Preisen.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige