Falsch positiv

HIV-Tests Der HIV-Test bei einer jungen Frau fiel positiv aus, obwohl sie negativ ist. Kein Einzelfall: So genannte "Schnelltests" reagieren oft falsch. Ärzte und Labors auch.

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 49/99 vom 08.12.1999

Es war ein echter Scheißtag für die junge Frau. Ihr Hausarzt rief sie an, sie möge vorbeikommen. In der Praxis wurde der 19-Jährigen dann lapidar mitgeteilt, sie sei jetzt HIV-positiv und solle ihrem Freund Bescheid sagen. Und die Zahnbürste mit niemandem mehr teilen. Basta. "Ich habe geglaubt, jetzt ist alles aus", meint die Frau, die anonym bleiben möchte.

Ihr zukünftiger Arbeitgeber, ein großes österreichisches Unternehmen, hatte - aus welchen Gründen auch immer - eine ärztliche Untersuchung inklusive HIV-Test gefordert. Die Job-Anwärterin ließ sich in einem Ambulatorium Blut abzapfen und bekam gleich einen Termin zum Abholen der Ergebnisse. Doch schon drei Tage später meldete sich das Ambulatorium, man benötige noch ein bisschen Blut, eine Kanüle sei zerbrochen. Sie ließ erneut Blut abnehmen und wurde bereits misstrauisch, weil man sie im Labor "irgendwie mitleidig" behandelte. Dann also der Anruf und die Diagnose: positiv.

Bevor die Welt für sie komplett zusammenbrach,


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